
Picasa Webalben: Google Preisoffensive für Zusatzspeicher
Die Google Picasa Webalben bieten so ziemlich alles, was die Mitbewerber à la Flickr & Co vermissen lassen. Man kann hochaufgelöste Bilder hoch- und herunterladen, die Ladezeiten sind auch bei großen Bildern flott. Im Zusammenspiel mit der lokal zu installierenden Anwendung Google Picasa bleiben bei den Webalben kaum Wünsche offen. Allerdings ist der freie Speicherplatz, den Google diesem Dienst zugesteht eher knapp bemessen.Die knapp ein Gigabyte an kostenlosem Online-Speicher hat man auch als durchschnittlicher Anwender schnell aufgebraucht, wenn man seine Bilder in Printqualität hochlädt.
Mehr Speicher gibt es von Google nur gegen Bezahlung (für Details klicke hier). Dieser Zusatzspeicher steht dann neben dem freien Speicher den jede Anwendung individuell mitbringt (z.B. 1 GByte bie Picasa) für alle Anwendungen in den Google Konten zur Verfügung. Wer beispielsweise 10 Gigabyte Zusatzspeicher ordert, kann insgesamt 11 GiByte (1 GByte freier Speicher, 10 GByte Zusatzspeicher) Bilddaten speichern. Außer Google Mail, den Picasa Webalben und vielleicht noch Blogger gibt es derzeit aber nicht viele sinnvolle Anwendungen für den Zusatzspeicher.
Schon bisher waren die Preise für die optionalen Speichervolumina von 10 Gigabyte bis 400 Gigabyte im Vergleich mit anderen Anbietern bei Google recht preiswert. Für 20 US-Dollar gab' es 20 Gigabyte Zusatzspeicher, 400 Gigabyte kosteten 500 US-Dollar. Diese Woche - genauer gesagt am 10.11.2009 hat Google die verfügbaren Speicherkapazitäten erheblich ausgebaut und die Preise gleichzeitig gesenkt. Inzwischen gibt es für 20 US-Dollar immerhin 80 Gigabyte Speicher, 400 Gigabyte kosten nur noch 100 US-Dollar.
Zum Vergleich die alten Preise:
- 10 GB ($20.00 USD pro Jahr)
- 40 GB ($75.00 USD pro Jahr)
- 150 GB ($250.00 USD pro Jahr)
- 400 GB ($500.00 USD pro Jahr)
Höhere Kapazitäten als 400 Gigabyte gab's bisher nicht. Alle Preise laut Google Support (siehe hier).
Die neue Preisliste ab 10.11.2009 im Detail:
Jeder Benutzer hat bei den Picasa Webalben wie bisher 1 Gigabyte kostenlosen Speicher. Zusätzlichen Speicher kann man in diesen Stufen buchen.
- 20 GB ($5.00 USD pro Jahr)
- 80 GB ($20.00 USD pro Jahr)
- 200 GB ($50.00 USD pro Jahr)
- 400 GB ($100.00 USD pro Jahr)
Für gerade einmal 5 Dollar erhält man also 20 Gigabyte Zusatzspeicher. Damit kann man schon ein großes JPEG-Bildarchiv hochladen. Interessant sind vor allem die neuen hohen Kapazitäten, die auch für professionelle Anwendungen durchaus ausreichend sein sollten.
- 1 TB ($256.00 USD pro Jahr)
- 2 TB ($512.00 USD pro Jahr)
- 4 TB ($1,024.00 USD pro Jahr)
- 8 TB ($2,048.00 USD pro Jahr)
- 16 TB ($4,096.00 USD pro Jahr)
Kostenloses Upgrade für bestehende Anwender
Ein Highlight ist es jedoch, dass bestehende Abonnements automatisch auf die neuen Bedingungen angepasst werden. Ich hatte beispielsweise für 20 US-Dollar 10 Gigabyte Zusatzspeicher erworben, die Kapazität hat Google dann automatisch auf 80 Gigabyte angepasst. Innerhalb einer Woche hat sich meine Kapazität also verachtfacht.
Für wen lohnt sich Zusatzspeicher?
Der Zusatzspeicher lohnt sich für alle, die ihre Bilder hochaufgelöst - also druckfähige JPEGS in guter Qualität - hochladen. Damit stößt man schon recht schnell an die Kapazitätsgrenze von 1 Gigabyte und braucht dann Zusatzspeicher. Ich habe beispielsweise derzeit knapp 1500 Bilder in 26 Alben hier hochgeladen und liege damit schon bei 1,18 Gigabyte.
Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht mehr, Bilder für ein Webalbum auf Webauflösung zu skalieren. Das schafft nur Verdruss bei den Anwendern die sich die Bilder herunterladen und ausdrucken möchten. Wenn man direkt die Bilder in guter Qualität hochlädt, erspart man sich auch viel Arbeit. Jeden, der nach einer CD fragt, kann man dann auf die formidable Downloadmöglichkeit für ganze Alben verweisen :)
Welche Features fehlen noch?
So beeindruckend der theoretisch mögliche Speicherausbau auf bis zu 16 Terabyte auch sein mag, vernünftig verwalten lässt sich solche ein Bilderberg weder mit der lokal installierten Google Picasa Anwendung noch mit dem Webfrontend. Insbesondere fehlt dem Webfrontend eine Möglichkeit die Alben in Ordner oder Kategorien abzulegen. Bisher zeigt ein Klick auf die Öffentliche Galeria alle Alben in der Übersicht. Das ist bei 1 GByte Bildspeicher noch ok, bei 10 Gigabyte wird's schon etwas unübersichtlich und bei größeren Kapazitäten verliert man mit Sicherheit irgendwann den Überblick. Hier müsste Google das Webfrontend dringend erweitern, damit sich auch große Archive gut verwalten lassen.

- Der kostenlose Basisspeicher ist bei den Picasa Webalben schnell ausgeschöpft.

- Mit optionalem Zusatzspeicher lässt sich die Kapazität der Webalben auf bis zu 16 Terabyte (!) ausbauen.




